Der Plan der Bundesregierung, öffentliche Bauaufträge schneller zu vergeben, stößt in der Bau- und Immobilienwirtschaft auf Widerstand. Verbände befürchten statt einer Beschleunigung mehr Bürokratie und zusätzliche Kosten für Projekte. Der Entwurf des Vergabe-Beschleunigungsgesetzes, den das Bundeskabinett beschlossen hat, schreibt weiter vor, große öffentliche Bauaufträge in kleinere Einheiten aufzuteilen. Damit sollen mittelständische Unternehmen gefördert werden. Wer von dieser Regel abweichen will, muss dies aufwendig begründen und dokumentieren. Kritiker wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) sehen darin ein Hindernis für schnelleres Bauen. Sie fordern, dass Gesamtvergaben erlaubt werden, vor allem bei innovativen Methoden wie modularem oder seriellem Bauen. Die Bundesregierung betont, dass die Anforderungen an Begründungen nicht zu streng sein sollen. Ob das Gesetz wirklich Zeit spart, ist unklar.