Noch nie gab es in Deutschland so viele Stunden mit kostenlosem Strom wie 2025. Doch was für Haushalte mit dynamischen Tarifen ein Vorteil ist, bringt das Energiesystem zunehmend in Schieflage. Bis Ende August 2025 gab es bereits 457 Stunden mit negativen Strompreisen – mehr als je zuvor. Negative Preise entstehen, wenn so viel Strom aus erneuerbaren Energien produziert wird, dass er am Markt praktisch keinen Wert mehr hat und der Preis sogar unter null fällt. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die Stromnetze mit der wachsenden Zahl an Photovoltaikanlagen überfordert sind, besonders durch unkontrollierte Einspeisung kleiner Solarsysteme. In manchen Regionen dürfen daher keine neuen Anlagen mehr ans Netz, außer sie verbrauchen oder speichern ihren Strom selbst. Für Steuerzahler bedeutet die Entwicklung hohe Kosten, da Einspeisevergütungen auch bei wertlosem Strom gezahlt werden. Klar ist: Ohne massiven Netzausbau kann die Energiewende ihr volles Potenzial nicht entfalten.
Rekord bei negativen Strompreisen – Energiewende stößt ans Netzlimit
4 Monaten ago
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