Rottmann Immobilien

Keine Niedrigzinsphase mehr!

Immobilienmarkt: keine Niedrigzinsphase absehbar

„Je länger der Iran-Krieg dauert, desto wahrscheinlicher werden Leitzinserhöhungen“, meinte Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG. Die Märkte hätten für 2026 zwei Zinsschritte eingepreist und der für Immobilienfinanzierungen maßgebliche Zehnjahres-Swap sei seit Kriegsbeginn deutlich angestiegen. Selbst wenn die Leitzinsen nicht angehoben würden, wäre das keine Entwarnung. Fedele: „Im Gegenteil: Dann könnten die langfristigen Zinsen gerade deshalb weiter steigen, weil die Kapitalmärkte höhere Inflationserwartungen einpreisen würden.“

Leitzinssenkungen, die noch vor dem Iran-Krieg erwartet wurden, dürften später kommen oder ganz ausfallen. „Der Markt wird sich daran gewöhnen müssen, dass keine Niedrigzinsphase absehbar ist“, so der Experte.

„Die Finanzierungskosten steigen vorerst nicht weiter, und zumindest die Planungssicherheit für laufende Transaktionen bleibt erhalten“, erklärte Stefan Hoenen, Head of Commercial Real Estate bei der Hamburg Commercial Bank. Der Druck auf Preis- und Renditeerwartungen bleibe aber hoch, solange Energiepreise und Inflationserwartungen nach oben ziehen. Investoren und Projektentwickler müssten sich auf mögliche Straffungen im Sommer einstellen: „Entsprechend verhalten dürfte die Marktaktivität bleiben – Stabilisierung ja, neue Dynamik eher nicht.“

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