Rottmann Immobilien

In Deutschland ist die Eigentumsquote am geringsten

In keinem EU-Land leben weniger Menschen im eigenen Zuhause als in Deutschland. Historische Weichenstellungen, hohe Erwerbskosten und gestiegene Zinsen prägen den Markt. Besonders für junge Haushalte rückt Eigentum in weite Ferne.
Wie Eurostat berichtet, liegt die Wohneigentumsquote in Deutschland mit 47 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Während in Osteuropa nach der Privatisierung staatlicher Wohnungen Quoten von über 90 Prozent erreicht werden, dominiert hierzulande traditionell das Mietmodell. Laut Statistischem Bundesamt wurde der Mietwohnungsbau nach dem Zweiten Weltkrieg stark gefördert, der Mieterschutz ist bis heute ausgeprägt. Zusätzlich erschweren hohe Kaufnebenkosten von zehn bis zwölf Prozent des Kaufpreises sowie gestiegene Bauzinsen seit 2022 den Erwerb, so das Institut der Deutschen Wirtschaft. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt zudem, dass Erbschaften und familiäre Unterstützung entscheidend für Eigentumsbildung sind und soziale Unterschiede weiter zunehmen.

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