Bafin warnt vor Risiken bei Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds galten lange als stabile Anlage. Doch die Finanzaufsicht sieht zunehmende Risiken. Besonders kleinere Fonds könnten in Schwierigkeiten geraten und im Extremfall die Rücknahme von Anteilen aussetzen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor wachsenden Risiken bei offenen Immobilienfonds. Bafin-Präsident Mark Branson hält weitere Fondsschließungen insbesondere bei kleineren Fonds für möglich. Hintergrund sind steigende Zinsen, sinkende Bewertungen von Gewerbeimmobilien sowie strukturelle Veränderungen wie der Trend zum Homeoffice. Viele Fonds investieren vor allem in Büro- und Handelsimmobilien. Seit Anfang 2025 haben Anleger laut Auswertung des Geldratgebers Finanztip auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank rund 10 Milliarden Euro abgezogen. Kritisch sieht die Aufsicht zudem, dass offene Immobilienfonds häufig in der niedrigsten Risikoklasse verkauft werden. Aus Sicht der Bafin unterschätzt diese Einstufung die tatsächlichen Risiken von Gewerbeimmobilieninvestments. Gleichzeitig bleibt der Gewerbeimmobilienmarkt laut Risikobericht 2026 der Behörde fragil und könnte weiterhin Belastungen für Banken mit sich bringen.