Fertigmodule statt Ziegel: Wie serielles Bauen den Wohnungsbau verändern soll
Immer mehr Wohnungen werden mit Fertigteilen gebaut. So geht es schneller, günstiger – und hilft gegen Wohnungsmangel. Doch der große Durchbruch beim seriellen Bauen steht noch aus.
Laut Bundesregierung sind jedes Jahr rund 320.000 neue Wohnungen nötig. 2023 wurden aber nur knapp 294.000 fertig. Immerhin wächst der Anteil an Fertigbauten: Von 2014 bis 2024 stieg er von 8 auf 11,5 Prozent. Unternehmen wie Nokera setzen auf automatisierte Produktion – wie in der Autoindustrie. Trotzdem bremsen fehlende Grundstücke, lange Ausschreibungen und Baukosten den Fortschritt. Auch bei der Sanierung gewinnt der Einsatz von Fertigteilen an Bedeutung. Experten rechnen damit, dass künftig bis zu ein Viertel der Neubauten seriell entstehen könnte. Noch fehlt es aber an Tempo – und politischer Umsetzung.