Eigenkapital: Ohne Erbe kein Wohneigentum
Der Traum vom Eigenheim scheitert immer häufiger nicht am Einkommen, sondern am fehlenden Eigenkapital, denn Käufer müssen heute deutlich mehr Ersparnisse mitbringen als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Eine Studie von Hüttig & Rompf zeigt, dass die Eigenkapitalquote seit der Zinswende deutlich gestiegen ist, während sich die monatliche Belastung spürbar erhöht hat. Die Eigenkapitalquote von Selbstnutzern erhöhte sich von etwa 20 Prozent in den Jahren 2020 und 2021 auf rund 27 Prozent im Jahr 2025. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch das Kiel Institut. Demnach benötigen Haushalte heute mehr als drei Jahresgehälter als Eigenkapital und müssen bei einer Sparquote von 20 Prozent rund 14 Jahre dafür zurücklegen. In den 1980er-Jahren reichte im Schnitt das 1,7-Fache eines Jahresgehalts. Haupttreiber sind hohe Kaufpreise und gestiegene Kaufnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer. Experten fordern daher Reformen, um die Einstiegshürden zu senken.