Ein-Euro-Häuser gegen Leerstand – so will Frankreich Dörfer retten
In Frankreich gibt es Häuser für nur einen Euro. Das Ziel: verlassene Orte wiederbeleben. Wer kauft, muss renovieren und bleiben. Ein Konzept mit klaren Regeln – und viel Potenzial für strukturschwache Regionen. Das Modell stammt ursprünglich aus Italien und soll dem Bevölkerungsschwund auf dem Land entgegenwirken. Orte wie Ambert, Roubaix oder Champ-du-Boult bieten günstige Immobilien oder Bauland, verlangen im Gegenzug aber klare Verpflichtungen: Sanierung, Nutzung als Hauptwohnsitz und langfristige Bindung. In Ambert etwa müssen Käufer mindestens drei Jahre bleiben. Besonders gefragt sind Familien. Auch wenn die Preise symbolisch sind, können Verstöße teuer werden. Gleichzeitig steigt die Attraktivität dieser Regionen – mit Charme, Tradition und guter Lebensqualität. Für strukturschwache Städte ist das Modell eine Chance zur Belebung. Frankreich zeigt, wie Wohnen zum Standortfaktor werden kann.