LNG-Lieferstopp? Katar droht wegen EU-Regeln
Katar droht mit einem Stopp geplanter Flüssiggas-Lieferungen an die EU. Grund sind neue Nachhaltigkeitsauflagen, die auch die Immobilienwirtschaft indirekt betreffen könnten.
Ab 2026 sollten eigentlich bis zu zwei Millionen Tonnen Flüssiggas (LNG = Liquefied Natural Gas) jährlich aus Katar nach Europa fließen. Doch das Emirat kritisiert die neue EU-Lieferkettenrichtlinie als zu streng und erwägt, den Export einzustellen. Die EU hat inzwischen eine zweijährige Fristverlängerung bis 2028 ins Spiel gebracht. Parallel hat Brüssel ein LNG-Abkommen mit den USA abgeschlossen. Sollte Katar sich aus Europa zurückziehen, könnten langfristig höhere Preise oder Engpässe drohen. Das hätte auch Folgen für Baukosten, Versorgungssicherheit und Projektkalkulationen in der Immobilienbranche.